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Was eigene Software kostet, und woraus der Preis besteht
Drei Größen, drei Preise, eine Zahlungsweise in drei Stufen. Und die Begründung, warum die Zahlen hier stehen statt „auf Anfrage“.
Die meisten Anbieter in diesem Bereich nennen keine Preise. Die Begründung lautet, jedes Projekt sei anders. Das stimmt und trägt trotzdem nicht, weil jedes Projekt in jedem Handwerk anders ist und dort trotzdem Preise an der Wand hängen.
Wir nennen sie. Hier stehen sie, mit dem, was dahintersteckt.
Die drei Größen
System Kompakt: 9.900 € Website, eine echte Ablauflogik (zum Beispiel Terminbuchung mit Verfügbarkeitsprüfung), ein interner Bereich mit Anmeldung, E-Mail-Benachrichtigungen, Rechtstexte nach Vorlage, Übergabe mit Einweisung.
System Standard: 19.900 € Wie Kompakt, dazu mehrere Rollen und Rechte, Dokumenten- oder Fotoverwaltung, zwei Standardschnittstellen, Auswertungen, zwei Korrekturschleifen.
System Portal: 39.900 € Kundenzugänge mit eigenen Konten, Self-Service, Dokumentenablage, Rechteverwaltung, Anbindung an ein Vorsystem, Datenübernahme.
Alle Preise netto zzgl. 19 % MwSt. Dazu kommt in jedem Fall der Betrieb, ab 490 € im Monat.
Woraus sich der Preis rechnet
System Kompakt entspricht rund 110 Arbeitsstunden. Bei einem Stundensatz von 90 Euro kommt man auf 9.900 Euro. Diesen Satz weist der Freelancer-Kompass 2026 für den deutschsprachigen Raum aus, erhoben unter etwa 5.400 Teilnehmern.
Die Stundenzahl ist dabei eine Umkehrrechnung, keine Messung. Wer für dasselbe Ergebnis deutlich länger braucht, arbeitet unter Wert. Wer deutlich kürzer braucht, hat vermutlich etwas weggelassen.
Nach dem ersten ausgelieferten System prüfen wir diese Zahlen gegen die tatsächlich gebrauchte Zeit. Bis dahin sagen wir dazu, dass es eine Rechnung ist und keine Erfahrung.
Warum der Betrieb nicht abwählbar ist
Ein System ohne Betreuung fällt nach dem ersten größeren Framework-Update aus. Das ist keine Verkaufslogik, sondern die Lebensdauer von Software.
Wer Bau und Betrieb trennt, verkauft dem Kunden ein Produkt, das ab dem Übergabetag langsam schlechter wird, und baut sich selbst ein Wartungsproblem, für das ihn niemand bezahlt. Deshalb gibt es beides nur zusammen.
Die Zahlungsweise: 30 / 40 / 30
- 30 % bei Auftragsbestätigung. Gebaut wird nach Zahlungseingang, nicht nach Auftragserteilung.
- 40 % bei der Vorführung des ersten lauffähigen Stands. Meist in der Mitte der Bauzeit.
- 30 % bei der Übergabe.
Zahlungsziel je Stufe 14 Tage netto.
Der mittlere Meilenstein hat zwei Zwecke. Der offensichtliche: Geld während der zwei bis vier Monate Bauzeit. Der wichtigere: Es gibt einen Stand, der vorgezeigt werden muss. Ein Projekt, das erst am Ende gezeigt wird, hat monatelang niemand geprüft, und Nachbessern wird dann teuer.
Wo bei uns kein Preis steht
An zwei Stellen unserer Liste steht keine Zahl, sondern „auf Anfrage“: bei einzelnen Standardschnittstellen und bei einem eigenen Gestaltungskonzept anstelle der Systemvorlage.
Das ist keine Verhandlungstaktik. Bei Schnittstellen hängt der Aufwand fast vollständig vom Vorsystem ab, bei der Gestaltung von der Ambition. Eine Zahl zu nennen, die im Angebot dann eine andere ist, wäre schlechter als keine Zahl.
Und wenn es sich nicht rechnet
Dann sagen wir das im Erstgespräch. Die Rechnung dafür machen wir gemeinsam, sie besteht aus drei Zahlen, und sie dauert zehn Minuten.
Unterhalb von etwa zehn eingesparten Stunden im Monat sagen wir ab. Das ist die unbequemste Stelle unseres Angebots und gleichzeitig die, auf die wir am ehesten angesprochen werden wollen.
The Roster
Geschrieben in Krefeld
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Die anderen beiden Texte, falls dieser hier eine Frage offen gelassen hat.
Was fehlt Ihnen, das es noch nicht gibt?
Fünfunddreißig Minuten, an deren Ende Sie wissen, ob sich das bauen lässt, was es ungefähr kostet und ob es sich lohnt.